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Aktuelle Termine:

Eigentlich ist dies kein Törnbericht 1037 Klicks 
 
40 Jahre Grinde bei den Svendborg-Classics 2014
Uwe Gräfer Grinde "Ella"
 
Fahrtgebiet: Ostsee

Dass unser Boot schon älter ist, war uns klar. Schließlich sind wir ja Mitglieder hier! Aber so alt... Baujahr 1976, also 38 Jahre immerhin.... Die Konstruktion stammt sogar aus dem Jahr 1974.

Tja, und wenn man dazu dann vierzig Sommer hinzuaddiert, dann kommt man auf 2014. Diese Rechnung hatten auch die Veranstalter der Svendborg-Classics wohl gemacht, die in besagter Stadt jährlich eine Veranstaltung für hölzerne Klassiker organisieren. Seit einigen Jahren ist man aber so frei, und lädt quasi "grenzüberschreitend" auch einen GFK-Klassiker ein, obwohl diese Schiffe bekanntlich aus unedlem Material bestehen.

Die Bianca 27 war schon dort und in 2014 sollten es dann eben alle Kontruktionen von Peter Bruun sein, mit dem Schwerpunkt auf dem Geburtstagskind Grinde. Die Erwartungen waren hoch gespannt!

Trotzdem gelang es uns, vorab noch einen halbwegs ordentlichen Sommertörn zu absolvieren. Ziel war die Insel der Frauen. Also Anholt. Von Kiel über Lyö ging es den Kleinen Belt hoch. Die Temperaturen stiegen täglich und ein gemütlicher Nordost erlaubte stundenlanges aufkreuzen. Wir erreichten die Kindertrauminsel Tunö und kamen zum alten Wikingernest Samsö. Dort verließ uns das Windglück (wenn man es denn so nennen mag) endgültig. Flaute von vorne.

Sollte man Motoren oder auf Wind warten? Was würde das für den Rückweg bedeuten? Schließlich hatten wir ja noch ein wichtiges Date in Svendborg.

Wir beschlossen seglerische Bescheidenheit und lernten die Freuden ausgiebigen Ankerns und Badens in der Egens Vig zwischen Arhus und Ebeltoft kennen. Die Wassertemperatur betrug mittlerweile 25 Grad.

Von dort ging es dann mit wieder erwachenden Winden via Tunö und Kerteminde in den Svendborgsund. Da wir aber zu früh für unser Date dort ankamen, ankerten und badeten wir noch Aerösköbing, Avernakö und Lyö ab. Was für fantastische Kleinode liegen doch direkt vor unserer Haustür!

Endlich dann war der Tag des Treffens gekommen! Einlaufen in den Handelshafen von Svendborg. Am Dock vorbei und Backbordruder. Und da lagen sie schon und die Päckchen wuchsen und wuchsen!

Vorweg: Es kamen 20 Grinden, 4 Kaskelots, 2 Marsvins und 1 Spaekhugger.

Die Crews hatten teilweise weite Anreisen auf sich genommen, um dabei zu sein. Ein Kaskelot kam aus Norwegen, ein anderer aus Greifswald. Die Grinden kamen aus Deutschland (Nord- und Ostsee) und der Spaekhugger kam aus Helsingör, vom Konstrukteur Peter Bruun und seinem Sohn zusammen mit einem Freund nach Svendborg gesegelt. In drei Tagen. Ohne Motor selbstverständlich.

Nach dem Vertäuen, Verholen und vielsprachigem Begrüßen ging es quer über die Schiffe zum Quatschen, Staunen, Gucken und Gedankenaustausch. Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich. Für das Abendessen hatte der Veranstalter das stilvolle Pakhuset gechartert und tischte dort neben geistigen Getränken ein zünftiges Labskaus auf.

Am nächsten Tag ging es auf die Regattabahn in die Lunkebugt, wo ziemlich engagiert um die Tonnen gejachtert wurde. Aber auch das Ankern und Baden kam bei tropischen Temperaturen nicht zu kurz. Abendessen. Am nächsten Tag dann Sturm und später der erste Regen seit Wochen. Was die Meisten aber nicht vom Auslaufen abhielt.

Alles in allem ein toller Törn (jetzt ist es doch ein Törnbericht geworden?) und ein ganz famosen Treffen mit Gleichgesinnten. Eigentlich schade, dass darüber in der deutschen Segelpresse so wenig zu finden war.

Und jetzt ist es sozusagen offiziell, dass wir einen Klassiker segeln, weil wir zusammen mit Holzbooten starten dürfen ;-)

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