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SUPER LAUNE KÜSTENTÖRN! SLK-TOUR 2015 943 Klicks 
 
Bestimmt keine heroische seglerische Leistung. Aber vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen. ;-)
 
Fahrtgebiet: Ostsee

Diese Saison hat es in sich. Ich glaube, noch nie habe ich mich so sehr auf unseren Urlaub gefreut, wie in diesem Jahr. Drei Wochen sollte es wieder auf Tour gehen. Im Job läuft es nach Jahren ziemlich mies, große Umstrukturierungen mit großen Veränderungen, vielen Überstunden und fast keinem freien Tag. Dazu die schwere Krankheit eines sehr, sehr guten Freundes und jede Menge kleiner Nervkram. Es war es an der Zeit endlich alles hinter sich zu lassen.
Es geht nirgends besser als an Bord eines Segelbootes. Abschalten, PC aus, Smartphone auf Lautlos und keine E-Mails! HERRLICH! Die Post wird eingelagert und erst nach dem Urlaub zugestellt. Nur das säuseln des Funkgerätes im Ohr, Wellen- und Windgeräusche, kein Radio, keine laute Musik, kein Straßenlärm nicht gehetzt durch irgendwelche Supermärkte und volle Innenstädte laufen. Beschaulichkeit und vor allem Langsamkeit standen vor uns.
Am 10. Juli übergab ich meinen Schreibtisch an meine Urlaubsvertretung. Die Woche habe ich extra lange gearbeitet, um wirklich einen leeren Schreibtisch zu übergeben. Freitagmittag konnte ich dann endlich für 3 Wochen das Büro räumen. Ein Wahnsinnsgefühl! Meine Laune war absolut auf dem Höhepunkt.
Am 11. / 12. Juli fand in Mönkeberg das Hafenfest meines Vereins statt. Nachdem ich meinen Posten im Verein Anfang diesen Jahres aufgegeben hatte, konnte ich einfach nur feiern gehen. Ich musste mich nicht um die Organisation kümmern. Kein hektisches besorgen von irgendwelchen Sachen,  keiner der mich fragte wo was ist, wann was wo stattfindet, kein Gerufe, Sven wo ist der Schlüssel, das Gas ist leer, die Toiletten sind verstopft usw. Ein tolles Gefühl! So hatte ich mir das in Etwa vorgestellt.
So konnten wir am Samstag noch die letzten Vorräte einkaufen und alles Sonstige verstauen. Außerdem baue ich noch unseren neuen Plotter ein, so dass wir diesen auch nutzen können. Bevor es nun wirklich los ging, haben wir erst mal in Mönkeberg ordentlich gefeiert. Lecker Nacken und Wurst vom Grill, abends Livemusik schon toll, wenn man einfach mal mitfeiern kann. Natürlich hatten wir ordnungsgemäß die Pamfilius über die Toppen geflaggt.
Unser Auto hat leider ein Getriebeproblem. Mit unserem KFZ-Meister und Nachbarlieger in Mönkeberg haben wir vereinbart, dass er unser Auto mit nach Hamburg nimmt, und die Reparatur in unserem Urlaub stattfindet. Ein ideales Timing! Denn ein Auto brauchen wir die nächsten 3 Wochen bestimmt nicht.
Am Sonntag, der zweite Tag des Hafenfestes, genossen wir auch noch den Tag in Mönkeberg. Keine Hektik war unser Motto. Einen richtigen Plan für die Tour haben wir auch nicht. Wir wissen nur, dass wir morgen los fahren. Wohin? Egal. Schön wäre zu mindestens die Schlei.
SAMSUNG CAMERA PICTURESMontag ging es dann nach einem Frühstück wirklich raus auf See.  Der Wind machte auch mit, so dass wir auch wirklich segeln konnten. Wir entschieden uns tatsächlich für die Schlei. Da wo unser Urlaub 2014 quasi endete, starten wir ihn dieses Jahr. Im Segelclub an der alten Schleibrücke war exakt der Liegeplatz frei, auf dem wir letztes Jahr gelegen hatten. In etwas unguter Erinnerung ist er mir ja geblieben, da ich hier letztes Jahr beim Ablegen meinen Flaggenstock abgebrochen habe. Ansonsten war es dort aber so nett, dass wir es riskierten.

Wo wir schon mal hier waren, könnten wir ja auch zur Bierakademie gehen und lecker Sparerips essen. Ich esse die eigentlich nie, aber immer wieder gerne in Kappeln, ist schon fast gute Tradition geworden. Auf dem Weg dorthin könnte auch Frida etwas Auslauf bekommen. Kurz vor Ancker Yachting traf Frida dann auf Polly, und wir auf Stefan Boden (Digger Hamburg). So konnte Frida schon mal ein bisschen spielen und wir hatten einen netten Klönschnack.
In der Bierakademie bekamen wir auch einen schönen Platz und so starten wir den Urlaub ohne selber Kochen zu müssen. Wiebke hat morgen Geburtstag und so kann sie sich auch den nächsten Hafen aussuchen. Wiebke möchte gerne nach Schleimünde. Ist zwar nicht weit, aber schön dort. Außerdem möchte sie gerne Grillen. Also besorgen wir beim örtlichen Schlachter noch lecker Grillfleisch und ich besorge mir noch ein neues paar Sandalen, da ich meine in Hamburg vergessen hatte.

20150714_093124_resizedAm nächsten Morgen besorge ich als erstes Brötchen und Blumen für das Geburtstagskind, decke den Tisch und stelle eine Kerze auf. Lecker Geburtstagsfrühstück vor dem Ablegen. Wir lassen uns Zeit, die 3 Meilen bis Schleimünde sind ja nicht der Rede wert. Irgendwann legen wir ab und in Schleimünde wieder an. Da wir vor der großen Ferienzeit unterwegs sind, bekommen wir auch recht problemlos einen Platz.
Das Wetter spielt auch mit, nur etwas pustig ist es hier.
Nichts desto trotz versuche ich den Grill anzubekommen. Leider sind die Kohlen feucht geworden und es braucht viel GrillanSAMSUNG CAMERA PICTURESzünder bis ich den Grill dann doch zum laufen bekomme.
Den Abend genießen wir an Bord der Pamfilius, bei lecker Rotwein  feiern wir zu zweit Wiebkes Geburtstag.
Am nächsten Morgen wollen wir uns für das nächste Ziel entscheiden.
Am Mittwoch gehe ich als erstes eine Runde Gassi mit Frida und hole die bestellten Brötchen beim Hafenmeister ab. Anschließend laufen wir aus. Wir wollen nach Dänemark, soviel ist klar. Ich plädiere für Hörup, Wiebke für Sonderburg. Ich persönlich mag Sonderburg nicht so richtig gerne, ich verbinde mit dem Hafen immer schlechtes Wetter und Sturm. Aber Wiebke und Frida überstimmen mich und so soll es doch nach Sonderburg gehen. Als wir gerade auslaufen, bekommen wir über Funk eine tragische Geschichte mit. Ein Segler nimmt mit der Nis Randers (DGzRS) Kontakt auf, er hätte vor Schleimünde eine Person an Bord genommen, ein Angelboot wäre gekentert. Eine zweite Person sei ertrunken.
Wir sehen die Suchaktion auf dem Wasser, die Nis Randers und weitere Boote die nach dem Angelboot und der ertrunkenen Person suchen. Natürlich sind auch wir aufmerksam und suchen das Wasser mit ab. Über Funk werden alle im Gebiet gebeten Ausschau zu halten.
SAMSUNG CAMERA PICTURESZum Glück kam irgendwann die Meldung, dass die Person gefunden wurde und wir mehr oder weniger beruhigt weiter segeln konnten.(Hier der Link zur Medlung der DGzRS) Unter Genua und Groß ging es nun Richtung Sonderburg.

In Sonderburg fanden wir auch wieder problemlos eine Box für die Pamfilius. Frida freut sich, an Land zu dürfen und ordentlich zu toben.
Wir spazieren in die Stadt, als erstes muss ein Hot-Dog her und vielleicht auch ein Lakritzeis.
Beides bekommen wir. Zurück an Bord erst mal ein bisschen ausspannen. Vor dem Abendessen gehe ich noch eine Runde mit Frida. Auf dem Rückweg ist ganz schön was los im Yachthafen. Blaulicht, Einsatzfahrzeuge… auf dem Weg zum Boot muss ich an der Sliprampe vorbei. Hier sehe ich den Grund für die Aufregung. Aus dem Wasser schaut ein Dachgepäckträger und ein kleiner Teil eines Autos. Da hat wohl jemand beim Slippen gleich sein Auto mit versenkt.
Zum Glück nichts schlimmeres und so gehe ich zurück an Bord. Wiebke macht heute lecker Pfannkuchen.
SAMSUNG CAMERA PICTURESFür den Donnerstag steht die Dyvig auf dem Plan. Das Wetter spielt immer noch mit und so laufen wir rechtzeitig aus um in der Dyvig einen Platz zu ergattern. Das Segeln im Als Fjord macht einfach Spass. Kaum Welle, ordentlicher Wind und eine super schöne Landschaft. Eindeutig eines meiner Lieblingsziele im Urlaub. Auf dem Weg in die Dyvig versuche ich einen Freund zu erreichen, der sein Boot dort liegen hat. Leider klappt der Plan, dort einen Drink zu schnorren, nicht. Er ist leider nicht vor Ort. Schade eigentlich.
Nach ausgiebigem Spaziergang und lecker Eis am neuen Yachthafen wollen wir doch mal wieder grillen. Die Grills sind bereits an, dieser Service vom Dyviger Hafenmeister ist echt super! Also schön alles vorbereiten und wir lassen den Abend am Grill ausklingen.
Der nächste morgen, ein neuer Plan muss her. Wir entscheiden spontan nach dem Auslaufen, dass wir nach Årø wollen. Letztes Jahr waren wir in Aarøsund was uns nicht so richtig gut gefallen hat, aber Årø soll ja super sein. Das Wetter spielt auch mit, und so segeln wir mit Groß und Genua mit 5,4 Knoten im Schnitt auf die kleine Insel. Da wir früh unterwegs sind, kommen wir sehr früh dort an. Viele laufen gerade erst aus, aber ich will heute etwas basteln und Frida soll mal ordentlich auslauf bekommen. Eine freie Box ist schnell gefunden. Als erstes erkunden wir die Insel uns stoßen auf einen Bauernhof, der vor Frida warnt, mit einem Bild eines Danskys. Der Bauer hat hat einen Hofverkauf wo es lecker Gemüse gibt. Also gehen wir todesmutig weiter, mit unserer Frida an der Leine. Dort angekommen werden wir von der Frida aus Årø begrüßt. 4 Wochen älter als unsere kleine Maus. Die Bäuerin empfiehlt uns, dass Frida erstmal ordentlich mit Frida toben soll, während wir in Ruhe Gemüse einkaufen. Gute Idee. Die beiden toben über das Grundstück, wir haben schon längst alles in der kleinen Tüte, und dann ist es an der Zeit das Frida sich von Frida verabschiedet.

Sehr nett, wir kommen bestimmt mal wieder.
Im Hafen baue ich meine Werkstatt auf. Der neue Plotter ist ja bereits eingebaut, aber ich wollte schon immer mal den Navitisch umbauen. Unter der Arbeitsplatte ist ein großes Fach ohne Unterteilungen, mir fliegt daher immer alles durcheinander und wenn ich mal schnell eine Seekarte brauche, oder ein Hafenhandbuch, kann ich immer erst mal wühlen.  Noch in Hamburg hatte ich mir Eichenleisten besorgt und jede Menge Winkel. So machte ich mich mit Stichsäge und Akkuschrauber daran, die Leisten zurechtzusägen und eine sinnvolle Unterteilung zu überlegen. Ein Kartenfach, ein Fach für die Abdeckungen der Instrumente, ein Fach für Brillen, ein Fach für Wegpunkthefte, eins für die Hafenhandbücher etc.
Nach 2 Stunden sägen und schrauben, war das Werk vollendet. Ist nicht perfekt geworde20150719_185850_resizedn, aber es funktioniert und ist eine große Erleichterung.
Da ich noch immer voller Tatendrang war, entschied ich mich dafür, unsere neuen LED-Lampen in der Pantry und in der Nasszelle einzubauen. Dort hängen alte 12V Neonröhren, die einfach schäbig aussehen und sich auch schon in der Selbstauflösung befanden. Die LED-Stripes habe ich im Baumarkt besorgt. Laufen mit 12 V und bringen gutes Licht. In der Pantry habe ich diese auf 2 Ebenen mit 2 Kreisen installiert, so kann man alle Ecken ordentlich ausleuchten.
In der Nasszelle habe ich nur eine angebracht, aber das reicht dort auch locker aus.
Das Hauptproblem war der Einbau der Lichtschalter, diese habe ich bei einem großen Elektronikmarkt besorgt,  und nach einigen Bohrungen und Kabelverlegungen sitzen diese nun auch an ihrem Platz.
Der ganze Einbau hat dann auch noch mal 3 Stunden gedauert. Aber inkl. Aufräumen. Für heute reicht es, die weiteren Baustellen mache ich in den nächsten Tagen.
Der Hafen hatte sich zwischenzeitlich deutlich gefüllt. Auf Årø steigt heute ein Hafenfest, mit Musik und Tanz. Leider war dieses nicht all zu gut besucht, so dass nicht so richtig Stimmung aufkam.
Wir saßen abends im Cockpit und lauschten der Musik. Er hat ein Knall rotes Gummiboot in einer Dänischen Version fanden wir besonders witzig.
Am nächsten Morgen, nachdem wir das Hafengeld bezahlt haben dachten wir über das nächste Ziel nach. Eigentlich würden wir gerne nach Julesminde. Aber der Wind pfeift ordentlich durchs Rigg. Bis zu 13 m/s zeigt die Windmessanlage.

20150718_131652_resizedWir entscheiden uns für Middelfart. Mit bis zu 10 Knoten Speed rauchen wir nur unter Genua dorthin. Es ist geiles segeln, schnell, wenig Welle und das Wasser gurgelt. Herrlich, aber wir wollen es nicht übertreiben, nach Julesminde würde es deutlich ungemütlicher werden und wir bleiben doch bei unserem Plan mit Middelfart.
20150725_135617_resizedZunächst holten wir uns endlich mal wieder Hot Dog und spazierten in die Stadt. Bargeld besorgen und zu Mittag Kammsteak. Einfach lecker und nur in Dänemark so gut.
Am Nachmittag kam der Hafenmeister vorbei und brachte uns eine „Willkomenstüte“. Sehr nett, neben Werbung und einem Stadtplan, fand sich darin 2 Tüten Filterkaffee. Nicht einfach20150719_175123_resizedFilterkaffee, sondern ein Aufbrühsystem in Tüten. Abgesehen von dem Umweltaspekt, finde ich das System ganz witzig. Besser als diese Alu-Kapseln etc. Eine Tüte mit eingebautem Kafeefefilter. Einfach aufschneiden, heißes Wasser einfüllen, 3-5 Minuten Ziehen lassen, Verschluss öffnen und leckeren Filterkaffee trinken.

 Alles in allem fand ich das sehr nett.
Für den nächsten Morgen, musste ein neuer Plan her. Das Wetter soll demnächst leider schlechter werden. Nur noch morgen soll es einigermaßen fahrbar sein. In Middelfahrt wollen wir nicht bleiben. Zwar alles in Ordnung, aber zu weit die Wege und nicht wirklich gemütlich.
Wir entscheiden uns letzlich für Julesminde. Eine recht große Anlage, aber im kleineren Yachthafen recht gemütlich, kurze Wege, ein Yachtausrüster und leckeres Softeis gibt es direkt am Hafen. Ein paar Meter weg eine kleine Innenstadt mit Supermärkten und allem was man sonst noch braucht.
Es wird leider eine Motorfahrt. Kaum Wind, dann noch von vorne. Also Jockeln wir n20150719_171321_resizedach Julesminde. Nicht das, was man sich wünscht, aber der Motor braucht ja auch mal Betriebsstunden. Mehr als 60 Stunden im Jahr bekommen wir eh nie auf die Uhr, eher weniger, das kann man also mal machen.
Nach dem Anlegen und einem Anlegedrink, besuchen wir den örtlichen Yachtausrüster, zahlen Hafengeld und essen ein Softeis. Sehr viel Trubel hier, aber irgendwie auch Urlaubsmäßig.
Insgesamt sind noch wenige Deutsche hier.

Die Urlaubszeit in der Heimat hat noch nicht begonnen, und irgendwie ist das gut so. Sehr entspannt. Das einzige was mittleweile komisch ist, dass wir keine bekannten Boote treffen. Auf der einen Seite echt toll, aber so ab und an wäre es echt nett.
Das Wetter spielt nun nicht mehr mit. Regen, Gewitter und viel Wind begleitet uns die nächsten 2 Tage. Wir beschließen Samsö als Ziel zu streichen um entspannt zurück zu kommen. Großer Belt oder kleiner Belt zurück ist die Frage, die sich stellt. Der Wind soll im wesentlichen auf SE drehen. Nicht gerade günstig für uns. Letztendlich entscheiden wir uns für den kleinen Belt. Die Tage nutze ich für weitere Basteleinheiten an Bord. So baue ich eine weitere Unterteilung in eine Schublade ein, wo auch immer alles durcheinander fliegt. Die Navtexantenne wird endlich montiert. Auch der Sitz vom WC-Deckel sitzt wieder ordentlich.
Den ganzen Urlaub wollte ich endlich mal wieder meinen Außenborder wieder ausprobieren. Ich weiss gar nicht ob der Funktioniert. Bis jetzt habe ich es noch nicht geschafft. Ich hoffe, dass ich dazu auch noch komme.
Hier schaffe ich es aber irgendwie nicht.
Das Wetter wird nun endlich wieder etwas besser, und wir wollen weiter. Das gute Wetter soll aber nur 2 Tage halten, danach ist ein kräftiges Sturmtief angesagt. Wir starten also zur Kongebro. Dieser kleine Hafen gehört auch zur Komune Middelfart, aber da wir diesen Hafen immer ausgelassen haben, wollen wir und diesen nun anschauen. Endlich wieder segeln.
Der Wind pfeift ordentlich, aber es ist trocken und die Sonne scheint. Also geht es mit durchschnittlich 6,1 Knoten unter Genua und Groß zur Kongebro. Die ersrten Schweinswale sehen wir nun auch endlich, ganz dicht am Boot. Herrlich!

An der Kongebro werden wir von lauten Geräuschen begrüßt. Nach dem Anlegen sehen wir, dass Taucher an der Außenmole zugange sind. Über einen Unterwassermikrofon werden die Geräusche der Taucher auf einen Lautsprecher auf dem Steg übertragen. Also lauschen wir den Atemgeräuschen und irgendwelchen unverständlichen Gesprächen.
Von Kongebro aus führt ein netter Waldweg nach Middelfart. Diesen spazieren wir zusammen mit Frida, um unsere Vorräte aufzustocken. Das Wetter ist noch schön, soll aber übermorgen nun wirklich schlecht werden. Nach ausgiebigem Einkauf geht`s zurück an Bord. Am Abend entscheiden wir uns doch für den Grill. Die Taucher haben endlich aufgehört und machen Feierabend. Nach dem Abschalten der Geräte geht ein Applaus durch den Hafen.
Am Grill sitzen ein paar Dänen, die uns herzlich aufnehmen. Wir grillen und Trinken mit ihnen, reden über alles mögliche. Die Taucher werden auch auf eine Wurst eingeladen. Eine sehr schöne Atmosphäre hier. Sehr herzlich. Wir kommen gerne mal wieder.
Da der nächste Tag noch Wettermäßig gut ist, laufen wir nach Assens. Hier liegt man bei Schietwetter recht geschützt. Außerdem habe ich morgen Geburtstag, und ich will Burger grillen.

In Assens fahren wir sehr weit in den Hafen rein, um für morgen geschützt zu liegen. Der Hafen ist schöner als es auf den Bildern im Hafenhandbuch wirkt, aber auch nicht wirklich gemütlich, irgendwo dazwischen. Aber eine gute Versorgung.

20150724_185008_resizedDa das Sturmtief an meinem Geburtstag kommen soll, machen wir eine Pre-Birthday Burger Party und feiern schon mal ordentlich vor.
Abends mache ich die Pamfilius Sturmfest, sprich wir ziehen auch die Rollfockpersenning hoch, bauen die Kuchenbude auf und vertäuen uns mit ordentlich Abstand zum Steg.
20150725_192946_resizedAm morgen werde ich von dem geprassel des Regens geweckt. Es ist dunkel. Der Wind frischt langsam auf. Es wird ein unwirscher Tag, aber irgendwie auch gemütlich an Bord. Wir kochen einen Auflauf im Omniaofen und lesen sehr viel. Es wird ja auch mal wieder besser. Frida ist auch nicht gerade in der Laune lange Spaziergänge zu machen.
20150724_221749_resizedDer richtig starke Wind kommt aber erst Abends und hält bis zum nächsten Morgen. Es regnet immer noch und da draußen die See echt ungemütlich ist, entscheiden wir uns für einen weiteren Hafentag hier. Auf dem Weg zum Brötchen holen werde ich Klitschnass. Bähh…
Gegen Nachmittag klart es endlich auf. Allerdings sind die Wetterprognosen für die nächsten Tage auch nicht berauschend. Viel Wind, viel Regen. Also müssen wir sehen, dass wir gen Heimat kommen.

Am nächsten Tag geht es dann los. Ziel: Augustenborg. Auch ein Hafen, wo ich eigentlich eher nicht hin fahren würde, 5 Meilen vom Schuss, kaum Versorgungsmöglichkeiten, aber wir wollen dieses Jahr Abwechslung. Häfen die wir nicht vor Augen haben, oder noch nie waren, sollen angelaufen werden. Hier gibt es nicht viel zu erzählen. Ein Ort, wo man hin kann, aber auch nicht muss. Sehr viele Deutsche Schiffe, die hier als Dauerlieger sind. Der Hafenmeister kann besser deutsch als dänisch. Irgendwie komisch, obwohl er sehr nett ist.
Also nächsten morgen gleich weiter. Auf jedenfall wollen wir bis Sonderburg, heute soll ein umfangreiches Tief kommen und die nächsten Tage werden ungemütlich. Aber von Sonderburg wären wir auf jeden Fall an einem Tag zu Hause, daher laufen wir früh um 6.30 Uhr aus.

Die Brücke in Sonderburg öffnet genau vor unseren Augen. Also schnell durch. Noch liegt die Einfahrt der FlensbuSAMSUNG CAMERA PICTURESrger Förde recht ruhig da. Ca. 1 Stunde, dann hätten wir wieder Landschutz und könnten gleich in die Schlei gehen. Nach Abwägung der Wettermeldungen, entschließen wir und Dänemark spontan zu verlassen. Kurs Schlei.

Der Wind nimmt ordentlich zu, aber wir haben nur unter Fock einen Anlieger und sausen mit 6-7 Knoten Richtung Schlei. Wir nehmen Kontakt mit Freunden auf, die ihren Urlaub gerade gestartet haben und bereits in der Schlei festhängen. Sie sind in Maasholm, Plätze wären auch noch frei.
 

Dort angekommen, es bläst bereits mit 17 m/s treffen wir auf  „Luna“ „ Mara“ und „Muza“.
Das erste mal, das wir den Abend mit Freunden verbringen. Lange sitzen wir an Land uns spinnen wilde Pläne für morgen. Es endet damit, dass wir am nächsten Tag gemeinsam nach Grauhöft, genauer zur Stapelfeldt-Werft verholen. 20150729_153554_resizedHier geht`s dann gemeinsam noch mal Sparerips essen.

Unser Urlaub neigt sich dem Ende zu. 2 Tage noch, bis wir in Mönkeberg sein wollen. Heute wäre es segelbar, der Rest der Truppe will aber nach Norden, und das ist noch recht ungemütlich. Also nochmal 3 Meilen segeln, nochmal nach Schleimünde. Ein letzte mal Grillen wir gemeinsam bevor wir am nächsten Morgen gen Mönkeberg segeln. Der Rest geht nach Hörup.

Bis vor die Haustür segeln wir mit Groß Pamfi2und Fock, ein sauberer Anlieger. Und plötzlich ist schon wieder alles vorbei. Morgen bringt Micha unser repariertes Auto und Montag bin ich schon wieder im Büro. Das Wetter wird gerade wieder super Urlaubsmäßig, trotzdem haben wir eine gute Stimmung,
Nun ist dieser Urlaub wieder vorbei. Irgendwie viel zu schnell, wie immer eigentlich. Nächstes Wochenende geht’s dann aber wieder los.

Soll ja schön werden.

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