*
Menu
Menu
aktuelletermine

Aktuelle Termine:

Entlang der italienischen und französischen Riviera 273 Klicks 
 
Mit dem Trailer über den Brenner bis Alassio. Dort kranen und lossegeln. Viel achterlicher Wind und Seegang begleiten uns bis St. Tropez. Jeden zweiten Tag nutzen wir für den Besuch der Städte Imperia, Menton, Nizza und St. Tropez. Herrliche Museen und bestes Essen. In St. Tropez dreht der Wind . Mit Mistral-Ausläufern rauschen wir zurück über Cannes, Monacco, Menton, San Remo, Imperia bis Alassio....
 
Fahrtgebiet: Mittelmeer

Wir kennen das Mittelmeer schon ganz gut, aber die italienische und französische Riviera fehlt noch im Erfahrungsschatz. Der "LARIFARI", unser trailerbares IF-Boot ist in perfektem technischen Zustand und ich nehme mir drei Wochen Urlaub für die geplante Reise.

So rollen wir wieder über die Autobahn zum Brenner und weiter nach Genua, dann der Küste entlang bis Alassio. Dort wird gekrant und ausgerüstet. Es ist Vorsaison, nicht viel Betrieb in den Häfen, aber dafür auch noch kühles Wetter mit reichlich Wind (oft  4-6 B.) und dadurch auch für unser Schiff ein ganz ordentlicher Seegang. Unterwegs sieht man kaum Segler und wenn, dann sind es die "alten Hasen", die bei jedem Wetter draußen sind, allerdings mit viel größeren Booten.

Mit achterlichem Wind  und immer ordentlich Seegang rauscht der "LARIFARI" dahin, nie unter 6,5 Knoten, vom Wellenkamm ins Tal oft mit knapp 8 Knoten. Es sind herrliche Segeltage. Wir erreichen Tagesschnitte von 7,2 Knoten!! Da die Winde immer irgendwo um die 4-5 Beaufort liegen, machen wir Kultur-Programm vom Feinsten. Herrliche kleine und größere Städte mit tollen Märkten, Restaurants und Museen führen zu einer sehr abwechslungsreichen  Reise. In der Vorsaison gibt es auch keinerlei Probleme mit den Liegeplätzen und in Frankreich sind sie billiger als in Italien (8-12 € pro Nacht für unser IF-Boot).Landschaftlich ist die Reise auch ein Erlebniss. Bei der Rückreise erwischt uns ein Mistralausläufer. Das heißt aber auch, wir haben wieder achterlichen bis raumen Wind für die Rückreise! Wir rauschen nach Cannes, und was wir nicht wussten, mitten in die Filmfestspiele. Zwischen Anleger und Capitanerie liegen rote Teppiche. Wir laufen in Richtung Capitanerie mit Waschzeug und Handtuch, entgegen kommen uns die Film-Sternchen und -Stars in langen Kleidern und Smoking auf dem Weg zu den riesigen Jachten. Ein bisschen tut es weh, wenn man die Damen mit Highheels auf den Teakdecks rumlaufen sieht!

Weiter geht's nach Monaco. In keinem der Häfen finden wir einen Platz, vermutlich weil wir kein Geld bringen mit unserem so kleinen Schiffchen. Über Funk werden wir überall abgewiesen. Bei inszwischen kühlem Regenwetter segeln wir weiter nach Menton und fahren am nächsten Tag eben mit dem Zug von Menton nach Monaco. Dort wollen wir ins ozeanographische Museum. Menschenmengen schon am Bahnhof deuten aber auf irgend ein Großereignis: Es ist der "Grand Prix Historique", das höllisch laute Autorennen mit den alten "Schuko-Autos".

In Menton treffen wir alte Freunde und genießen noch zwei Tage, dann gehts nach Sanremo. Statt in den modernen Yachthafen zu laufen, bevorzugen wir den Stadthafen. Das aber war, wie sich schnell herausstellte, der "Yacht Club Sanremo". Der Hafenmeister begrüßt uns ganz besonders nett und bei der Frage, ob wir heute oder morgen zahlen sollen, antwortet er: "Ihr in Eurem Alter, bei dem Wetter und mit dem kleinen Schiff unterwegs, seid ihr unsere Gäste und braucht gar nichts zahlen". Er überreicht und einen Clubstander und gibt uns die Codenummern für die Zugänge zum gesamten Club. In Sanremo, das auch eine tolle Altstadt hat, besuchen wir das ehemalige Labor und den Wohnsitz von Alfred Nobel, der durch seine Sprengstoffentwicklung auch die Möglichkeit geschaffen hat, dass der Kanal von Korinth gebaut werden konnte, für Segler nicht uninteressant.

Im nächsten Schritt segeln wir nach Imperia. Die Wettervorhersagen sind nicht gerade ermunternd für uns. Zwischen 15 und 20 Knoten Wind, Regenschauer, Gewitter......

In Imperia treffen wir auf eine 38m-Yacht, die im Hafen ein Blitz erwischt hat. Die gesamte Elektronik ist kaputt gegangen!!

Bis Imperia gings noch ohne Regen ab, danach aber führte die Gesamtwetterlage dann zu heftigen Gewittern zwischen Imperia und Alassio, höchst unangenehm! Man dachte, die Gewitter bleiben an den Berggipfeln und Hängen, aber sie rollten immer näher an die Küste und aufs Meer hinaus und erwischten uns voll. Wir laufen den kleinen Hafen Porto Andora als Nothafen an und machen eine zweistündige Pause. Dann geht's zurück nach Alassio. Am nächsten Tag wird gekrant. Die Mitarbeiter des Hafens sind unglaublich nett und hilfsbereit. Alles geht sehr schnell.

Die Rückreise nach Landshut mit Auto und Trailer ist unkompliziert. Technisch war alles perfekt gelaufen. Wir genießen jetzt die vielen Bilder von der Reise.

sponsoren-2
 

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail